Namibia – Detailinformationen

Die Nationalflagge in Namibia

Namibia grenzt westlich an Botswana und Simbabwe, nördlich an Angola und Sambia und grenzt im Süden an Südafrika. Das Land liegt im Südwesten des afrikanischen Kontinents.

Namibia hat eine Fläche von ungefähr 824.000 Quadratkilometern und ist damit etwa 2 mal so groß wie Deutschland. Während in Deutschland mehr als 80 Millionen Menschen leben, hat Namibia aber etwas weniger als zwei Millionen Einwohner. Da das Land so dünn besiedelt ist, kann man stundenlang durch Halbwüsten und Steppen fahren, ohne dass man einen Menschen trifft.

Das Klima im Süden ist sehr trocken, im Norden dagegen feuchter und dort leben auch die meisten Einwohner. Die Namib ist eine der ältesten Wüsten der Welt. Der Osten Namibias gehört zum Teil zur Kalahari Wüste, die sich bis Botswana erstreckt.

Die Volksgruppe der San lebt schon seit vielen Jahrtausenden in Namibia. Die San ziehen als Nomaden durch die Kalahari. Die Himba und die Ovambo sind Völker, die vor allem Viehwirtschaft betreiben.

Namibia war von 1884 bis 1918 eine deutsche Kolonie. Eines der bestürzendsten Ereignisse während dieser Zeit war der Völkermord an den Herero, der immer noch nicht aufgearbeitet wurde. Nach der deutschen Kolonialzeit geriet Namibia unter die Herrschaft Südafrikas. Zu dieser Zeit machte die Apartheid den schwarzen Einheimischen das Leben schwer. Namibia erreichte erst 1990 die Unabhängigkeit und seitdem entwickelt sich das Land demokratisch und friedlich.

Namibia kämpft noch immer mit einigen Problemen, zum einen gibt es dort sehr viel Korruption und zum anderen ist die Wirtschaft stark abhängig vom Export von Uran, Kupfer und Erzen. In den letzten Jahren gewann der Tourismus immer mehr an Bedeutung.

Allerdings ist Namibia immer noch von ausländischer Hilfe abhängig. In diesem Land gibt es auch zahlreiche deutsche Entwicklungshilfe-Projekte. Es gibt zahlreiche Europäer, die diese Projekte als Volunteer in Namibia persönlich unterstützen.