Niger

Landschaft im Süden von Niger

Niger ist ein Staat im Westen Afrikas. Ein großer Teil der Landesfläche wird durch faszinierende Wüstenlandschaften geprägt. Im Süden und Südosten des Landes liegen weite Teile in der Sahelzone und in der Sahara.

In Niger leben verschiedene Volksgruppen, von denen viele noch heute nach ihrer traditionellen nomadischen Lebensweise im Land umherziehen. Die Tuareg sind wohl der bekannteste Volksstamm Nigers. Diese Nomaden sind mit ihren Viehherden im ganzen Land unterwegs, stets auf der Suche nach neuen guten Weideflächen für ihre Tiere. Im Norden der Republik Niger gibt es viele atemberaubend schöne Oasen, für die Nomaden sind sie wichtige Rast- und Wasserstellen.

Tourismus findet man in diesen Regionen nur selten, der Niger ist kein klassisches Reiseziel. Eine Reise in dieses westafrikanische Land hat auch heute noch immer etwas sehr Exotisches. Letztlich liegt dies auch an der labilen Sicherheitslage, die wegen des Konflikts zwischen der Regierung und den Tuareg entstand. Der Streit dreht sich vor allem um die gewinnbringenden Uranvorkommen des Niger. Mitte der 90er Jahre wurde dieser Konflikt zwar für beendet erklärt, allerdings ist die Situation vor allem für Touristen bis heute nicht ganz ohne Probleme. In den letzten Jahren kam es vereinzelt zu Entführungen europäische Reisender. Daher sollte man sich bei seinen Urlaubsplanungen auf jeden Fall über die aktuelle Sicherheitslage im Niger informieren. Das Auswärtige Amt in Berlin und die Deutsche Botschaft im Niger sind gute Quellen für diese Informationen. Es wird generell zur Vorsicht geraten, dies sollte jedoch niemanden davon abhalten, das faszinierende westafrikanische Land zu erkunden.

Niger ist trotz aller Probleme ein einzigartiges und lohnenswertes Reiseziel. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise die Stadt Agadez machen einen Niger-Urlaub zu einem faszinierenden Erlebnis. Agadez ist die bedeutendste Stadt im nördlichen Niger, dort befindet sich auch heute noch der Sitz des Sultans. Der Sultan von Agadez hat in der heutigen Zeit allerdings nur noch eine symbolische Macht. Die Stadt liegt in der Wüste und in der Altstadt findet man die für Wüstenstädte typischen Lehmhäuser. Auch die Moschee von Agadez ist aus Lehm gebaut. Das Gebäude ist 27 Meter hoch und spitz zulaufend errichtet. Daher ist das Bauwerk ein ganz besonderes Beispiel für die Architektur des Niger.

Das Hochgebirge im Landesinneren gehört zu den weiteren beliebten Reiszielen. In den reizvollen Oasen dort leben seit langer Zeit sesshaft gewordene Tuareg. Die Bergoasen Tabelot und Timia sind die bekanntesten Oasen des Landes. Für viele Reisende gehört eine Expedition mit einer Kamelkarawane der Tuareg zu den Highlights ihres Niger-Urlaubs. Bei solch einer Karawane kann man Tage oder auch Wochen mit den Tuareg durch die Wüste ziehen. So kann man das nomadische Leben direkt erfahren.