Sudan – Detailinformationen

Die Nationalflagge des Sudan

Wegen seiner Größe ist der Sudan sehr vielfältig, dies zeigt sich nicht nur in der Geographie, sondern auch in der Geschichte und in der Politik des Landes.

Geographie – Sudan

Mit seinen etwa 2,5 Millionen Quadratkilometern ist der Sudan das größte afrikanische Land. Im Südwesten wird der Sudan durch den Kongo begrenzt, im Nordosten erstreckt er sich entlang des Roten Meeres. Ägypten und Libyen sind die Nachbarländer im Norden, Äthiopien und Eritrea liegen im Osten und Kenia, Uganda und die Demokratische Republik Kongo begrenzen den Sudan im Süden.

Khartum ist die Hauptstadt des Sudan. Die Stadt liegt an dem Ort, an dem der blaue und der weiße Nil zusammen fließen. In der Hauptstadt leben ungefähr acht Millionen der etwa vierzig Millionen Einwohner.

Geschichte – Sudan

Viele Wissenschaftler gehen davon aus, dass im Sudan die Wiege der Menschheit liegt. Dort sind menschliche Siedlungsspuren gefunden worden, die mehr als 300.000 Jahre alt sind. Entlang des Nils findet man im Sudan weitere archäologische Funde wie die Pyramiden. Die Bauwerke kann man heute besichtigen. Die Pyramiden im Sudan lassen darauf schließen, dass das Reich der früher dort lebenden Nubier einmal größer und mächtiger war als das Reich der Pharaonen in Ägypten.

Die ägyptischen Pharaonen konnten erst etwa 2000 vor Christus vom Norden her das nubische Reich erobern. Zu dieser Zeit war das Gebiet noch fruchtbares Land, heute ist es Teil der Sahara. Auf  einigen gut erhaltenen Felszeichnungen kann man erkennen, das damals Rinder und Antilopen in dieser Gegend lebten.

Politik – Sudan

Seit 1989 wird die islamische  Republik Sudan von einer Militärregierung geführt. Omar Hassan Ahmad al-Bashir ist seitdem der Präsident des Landes. Allerdings muss sich der „President of Sudan“ die Herrschaft mit dem Regierungschef des autonomen Südsudan teilen.

Diese Aufteilung soll den seit über vierzig Jahren andauernden Konflikt zwischen dem Südsudan und dem Norden des Landes entschärfen. Nach dem Friedensabkommen wird im Jahr 2011 über die vollständige Autonomie des Südsudans abgestimmt.

Der Präsident al-Baschir soll sich seit 2008 vor dem internationalen Strafgerichtshof in Den Haag wegen des Völkermords in der Region von Darfur verantworten. Allerdings kam es bisher noch nicht zu einer Auslieferung des Politikers. Wegen der Menschenrechtsverbrechen in Darfur rechnet die Organisation Amnesty International den Sudan noch immer zu den Ländern, die die Menschenrechte nur wenig beachten.