Sitten und Gebräuche im Tschad

Frauen in Mao

Frauen in Mao

Im Tschad leben etwa 11 Millionen Menschen. Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt im Süden. In diesem zentralafrikanischen Land gibt es mehr als 200 verschiedene Volksgruppen.

Die meisten ethnischen Gruppen haben eine eigene Sprache und eigene Traditionen und Religionen. Im Tschad gehören 22 Prozent der Einwohner einer animistischen Religionsform an. Bei diesen traditionellen einheimischen Religionen spielt die Verehrung der Ahnen eine bedeutende Rolle. Der Islam ist mit mehr als 55 Prozent der Gläubigen die größte religiöse Gruppe, zum Christentum gehören weitere 25 Prozent der Einwohner.

Im Tschad gibt es noch einige Volksgruppen, die nomadisch oder halbnomadisch leben. Dazu gehören neben den Massa, den Arabern, den Kotoko auch die Maba, die Buduma und die Daza. Sie sind vorwiegend islamischen Glaubens.

Urlauber und Reisende sollten sich im Tschad den islamischen Lebensgewohnheiten respektvoll gegenüber verhalten. So sollte man lange Kleidung tragen und keinen Alkohol in der Öffentlichkeit trinken. Zur Begrüßung und auch zum Essen verwendet man im Tschad nur die rechte Hand.

Im Tschad sollte man darauf achten, dass man keine öffentlichen und militärischen Gebäude und Einrichtungen fotografieren darf. Dies kann erhebliche Strafen und Schwierigkeiten zur Folge haben. Bevor man die Menschen fotografiert, sollte man auf jeden Fall erst um Erlaubnis fragen.

Im Tschad empfiehlt es sich, nicht über politische Themen zu sprechen. Für viele Menschen ist der Bürgerkrieg ein brisantes Thema, das oft mit der Trauer um getötete Freunde und Verwandte verbunden ist.