Verkehr im Tschad

Eine Straße in N'Djamena

Eine Straße in N'Djamena

Die Verkehrsinfrastruktur im Tschad ist nicht mit den in Deutschland üblichen Standards zu vergleichen. Viele Straßen sind in einem schlechten Zustand, es gibt kein Schienennetz.

Auf dem Tschad-See gibt es zwar einige kleine Fährverbindungen, die jedoch bei Niedrigwasser nach längerer Dürre den Verkehr einstellen müssen. Auf dem Chari-Fluss gibt es dagegen überhaupt keinen Schiffsverkehr.

Die größten Städte des Tschad sind durch Buslinien miteinander verbunden. Allerdings sind nicht wenige der Busse in einem mangelhaften technischen Zustand. Es kommt häufig zu Unfällen und Pannen.

Es ist oftmals die beste Lösung, sich einen Geländewagen zu mieten. Ein geländetauglicher Wagen sollte es sein, da es nur etwa 250 Kilometer asphaltierte Straßen im Tschad gibt. Der Rest der Strecken sind unbefestigte Pisten.

Besonders während der Regenzeit kommt man oft kaum vorwärts, ohne einen Geländewagen sind viele Straßen nicht gut befahrbar. Zudem kommt es auf einigen Strecken immer wieder zu Überfällen durch bewaffnete Straßenräuber.

Vor Reisen in die abgelegenen Wüstenregionen im Norden des Landes wird oft gewarnt, da es dort ein gewisses Entführungsrisiko gibt. In der Gegend des Tibesti Gebirges gibt außerdem immer noch Minenfelder, die nicht besonders gekennzeichnet sind.

Von Fahrten in der Dunkelheit sollte man möglichst absehen, da das Unfall- und Überfallrisiko dann steigt. Im Tschad sollte man auch stets genügend Treibstoff-Reserven dabei haben, da es nicht überall Tankstellen gibt.

Minibusse und Taxis gibt es in der Hauptstadt N`Djamena. Da es keine besonderen Fahrpläne gibt, sollte man sich vor einer Fahrt mit einem Minibus nach dessen Ziel erkundigen. Es empfiehlt sich, den Fahrpreis vor Fahrtantritt auszuhandeln.