Sitten und Gebräuche – Komoren

Schmuck bei einer Grand Marriage

Schmuck bei einer Grand Marriage

Auf den Komoren gehören etwa 90 Prozent der Menschen dem Islam an. Besucher und Touristen sollten die damit verbundenen Moralvorstellungen und Verhaltensregeln respektieren.

Auf den komorischen Inseln gibt es zwar keine strenge Kleiderordnung, dennoch sind Miniröcke, knappe Blusen mit weiten Ausschnitten und kurze Hosen nicht gern gesehen.

Wie in islamisch geprägten Ländern üblich, sollte man auch auf den Komoren auf Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit verzichten. Im Islam gilt es übrigens als Tabu, Abbilder vom Menschen zu schaffen. Vor dem Fotografieren sollte man daher Einheimische stets um Erlaubnis fragen.

Auf den Komoren spielt die Höflichkeit eine bedeutende Rolle. Ein besonderer Respekt wird älteren Menschen entgegengebracht. Alte Menschen werden dort höflich mit der Anrede Kwesi angesprochen.

Kultur auf den Komoren

Die Komoren sind für die ausgedehnten und großen Hochzeiten bekannt, die auf traditionelle Weise gefeiert werden. Die Hochzeitszeremonien werden „Grand Mariage“ genannt und sie  dauern mehrere Tage lang und bestehen aus verschiedenen Schritten und Ritualen. Die Menschen sparen oft jahrelang für diese Hochzeitsfeiern, dennoch sind danach nicht wenige Leute verschuldet.

Feste und Feiertage auf den Komoren

Es gibt auf den komorischen Inseln eine Reihe von islamisch geprägten Feiertagen. Sie  richten sich nach dem Mondkalender, es gibt also keine feststehenden Daten für diese Tage. Das Eid al-Adha – das Opferfest zum Jahresbeginn – und das Eid al-Fitr zum Jahresende sind die wichtigsten Feste im komorischen Jahreszyklus. In einigen Regionen der Inseln dauern diese Feste bis zu zehn Tage lang.

Weitere wichtige Feiertage auf den Komoren sind der Tag der Unabhängigkeit am 6. Juli und die Todestage der ehemaligen Präsidenten: am 24. November wird dem Präsidenten Abdallah gedacht, am 29. Mai dem Präsidenten Ali Soilih und der 18. März ist dem Präsidenten Said Mohamed gewidmet.