Die Nationalflagge von Kenia

Kenia wartet auf das Wahlergebnis

Die Nationalflagge von Kenia

Die Nationalflagge von Kenia

Liegt Uhuru Kenyatta vorne oder bleibt Raila Odinga doch der Premierminister von Kenia?    Auch zwei Tage nach der Wahl gab es am Mittwochabend noch kein gültiges Ergebnis der Wahlen. Die Wähler warten und warten, auf den Straßen ist inzwischen Kritik an der bestehenden Unklarheit zu hören. Einige Kommentatoren der kenianischen Medien und ebenso zahlreiche Politiker werfen der Wahlkommission vor, dass sie für die Verzögerung verantwortlich ist.

Die Wahl fand bereits am Montag (04.03.13) statt, inzwischen liegen auch die Ergebnisse aus den kleinsten Wahlkreisen in der tiefen Provinz der Wahlkommission längst vor. Doch die Verkündung des Wahlausgangs lässt weiter auf sich warten. Alle paar Stunden gibt die Kommission in Nairobi die Resultate aus einzelnen Wahlbüros bekannt.

Nach Auskunft eines Insiders werden die gesamten Stimmen noch einmal ausgezählt. Eigentlich sollte das Resultat möglichst schnell und auf elektronischem Wege berechnet werden, spätestens aber nach 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale vorliegen. Doch Issac Hassan, der Vorsitzende der Wahlkommission geht jetzt davon aus, dass für die Stimmauszählung etwa sieben Tage gebraucht werden. Er gibt den Freitag (08.03.13) als Termin für die Verkündung der endgültigen Ergebnisse an. Kenias Wähler, die Kandidaten und die Medienbeobachter werden weiter auf die Folter gespannt.

Ein Zwischenergebnis, bei dem ungefähr 8000 der insgesamt 32000 Wahllokale ausgewertet waren, sieht den Herausforderer Kenyatta mit etwa 55 Prozent vor Amtsinhaber Odinga (ca. 40 Prozent der Stimmen).    

Doch von Zwischenergebnissen will niemand mehr etwas hören. „Wenn das noch weiter verzögert wird, werden die Leute die Ergebnisse ablehnen“, sagte ein Taxifahrer in Nairobi dem kenianischen Rundfunk. „Dann kriegen wir richtig Probleme.“

Anti-Korruptions-Aktivist und Politologe Mwalimu Mati sieht das ähnlich: „Die Wahlkommission klärt uns zu wenig darüber auf, welche Probleme sie genau hat“, sagte er. „Die Menschen spekulieren und zweifeln jetzt immer mehr. Und zwar in negativer Weise. Die Leute fangen an zu glauben, dass hinter diesen Problemen möglicherweise andere Motive stehen.“ Nach Auskunft von Kommissionsleiter Hassan sind es alleine technische Schwierigkeiten, die die Auszählung der Stimmen erschweren.