Bundespräsident Gauck beendet Besuch in Äthiopien

Bundespräsident Gauck beendet seinen Besuch in Äthiopien

Bundespräsident Gauck beendet Besuch in Äthiopien

Bundespräsident Gauck beendet Besuch in Äthiopien

 

Nach seinem viertägigen Besuch in Äthiopien kehrt Bundespräsident Joachim Gauck jetzt nach Berlin zurück. Der 73-Jährige und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt besuchten zuletzt die Agoheld-Station in Addis Abeba. Das von der Unicef finanzierte Projekt beherbergt mehr als 400 Waisenkinder, die aus dem benachbarten Armenviertel Aba Koran stammen.

Dort finden die bedürftigen Kinder neben einem Kindergarten und einer Schule ein großzügiges Waisenhaus. Gegründet wurde das Projekt von Abebech Gobena. Die heute leicht gehbehinderte 79-jährige Dame spazierte am Arm von Daniela Schadt über das Gelände, um den Gästen die einzelnen Bereiche vorzustellen. Die Kinder begrüßten den Bundespräsidenten und seine Lebensgefährtin mit einem fröhlichen Willkommenslied.

In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba hatte Gauck zu Beginn seines Besuchs den Prämierminister Haile Mariam Desale getroffen. Nach einem Staatsempfang traf der deutsche Bundespräsident Delegierte aus der äthiopischen Wirtschaft und Kultur. Gauck nutzte die Gelegenheit, um mit Künstlern und Wissenschaftlern um über die Themen Freiheit und Bürgerrechte zu diskutieren. Diese Themen rückten auch bei einer Podiumsdiskussion in den Mittelpunkt.

Der Bundespräsident hatte schon vor seiner Ankunft in Addis Abeba eine Reihe von Petitionen und offenen Briefen von deutschen und äthiopischen Menschenrechtsorganisationen erhalten, die die Freilassung von inhaftierten Journalisten und politischen Gefangenen fordern.

In einer Rede würdigte Gauck das 50-jährige Bestehen der Afrikanischen Union. Er lobte das Engagement der afrikanischen Zivilgesellschaft und warnte zugleich vor antidemokratische Kräften: „Viele wehren sich mit großem Mut gegen Bevormundung und Unterdrückung in ihren Ländern. Er wies darauf hin, dass starke Nationen auch starke Zivilgesellschaft brauchen.

Zum Abschluss seines Besuchs besuchter der Bundespräsident in Addis Abeba eine Berufsschule, die von deutschen Lehrern geleitet wird. Etwas mehr als 5000 Schüler werden dort in Abendkursen und zu den üblichen Schulzeiten ausgebildet. Sie schließen ihre Ausbildung mit dem technischen Facharbeiterbrief ab. Die deutsche Bundesregierung unterstützt das Projekt von 2012 bis 2017 mit 59 Million Euro.

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