Inseln, Häfen und ein Schiff – mediterrane Kreuzfahrten

MSC Kreuzfahrten

MSC Kreuzfahrten

Wenn Sie sich aufmachen wollen, den Schönheiten der Mittelmeerregion aus einer anderen Perspektive zu begegnen, sollten Sie sich auf ein Kreuzfahrtschiff der MSC begeben. Seit Menschengedenken treffen rund um das atlantische Nebenmeer unterschiedlichste Kulturkreise aufeinander, Orient und Okzident vermengen sich zu einem einzigartigen Lebensrhythmus und sowohl das römische, als auch das griechische Reich fand dort ihre Keimzelle. Auf einer Kreuzfahrt „Mittelmeer“ werden Sie die Ewige Stadt ebenso bestaunen dürfen, wie die unzähligen Ägäisinseln. Am Hafen Barcelonas grüßt die überlebensgroße Statue Christoph Kolumbus jeden Passagier eines MSC Kreuzfahrtschiffes und vor Capri wird die Sonne verheißungsvoll in die malerischen Wogen des Meeres eintauchen.

Spanische Impressionen – La Rambla und Mallorca

Wenn Sie mit einem Schiff vor den Gefilden Barcelonas anlanden, empfängt sie die 1,3 Kilometer lange Flaniermeile „La Rambla“. Schnurgerade führt jene vom Hafen in das pulsierende Stadtzentrum, vorbei an unzähligen Blumenhändlern und gemütlichen Straßencafes um schlussendlich auf einen Brunnen zu treffen. Eine Legende besagt, dass wer einmal aus dem „Font de Canaletes“ getrunken hat, immer wieder nach Barcelona zurückkehren wird. Doch nicht nur auf Landgängen eröffnen sich Ihnen die Schönheiten des spanischen Königreiches; entlang der Costa de la Luz erblicken Sie den imposanten Felsen von Gibraltar und die Balearen laden mit ihren tiefblauen Gewässern ein. Palma de Mallorca wartet mit seiner Kathedrale auf und Aufflüge in die mallorquinische Serra de Tramuntana führen zum 1445 Meter hohen Puig Major.

Kykladen, Kos und Knossos

Das Labyrinth der griechischen Inseln markiert einen Höhepunkte der Kreuzfahrt Mittelmeer. Nur wenige Kilometer voneinander entfernt, bietet jedes Eiland der Hellenen einen spezifischen und unverwechselbaren Charakter, der Sie als Passagier der MSC faszinieren wird. Spektakulär gestaltet sich die Durchfahrt des Kanals von Korinth und auf der Gangway in Piräus werfen Sie den ersten Blick auf die weltberühmte Akropolis. Die sogenannten alten Griechen vermochten dem heutigen Griechenland kulturell bedeutsame Stätten zu hinterlassen und mit dem Palast von Knossos, Olympia und Delphi einzigartige Denkmäler der Weltgeschichte zu erschaffen.

Maritime Eindrücke entlang des „Stiefels“

Italien wird wie kaum ein anderes Land Europas von den Strömungen des Meers dominiert. Das Tyrrhenische und Adriatische Meer umspülen zu beiden Seiten seine Küsten und Inseln wie Sizilien, Sardinien und Elba bieten Erholungssuchenden unvergessliche Urlaubstage. Auf einer Kreuzfahrt „Mittelmeer“ Pompeji, Rom oder Venedig zu entdecken, lässt Italien erst in seiner Ganzheit begreifen. In der Lagunenstadt Venedig schaukeln Sie mit einem Gondoliere unter der Rialtobrücke gen Markuskirche und Rom erstrahlt mit Kolosseum, Petersdom, Forum Romanum und Engelsburg.

Bundespräsident Gauck beendet Besuch in Äthiopien

Bundespräsident Gauck beendet seinen Besuch in Äthiopien

Bundespräsident Gauck beendet Besuch in Äthiopien

Bundespräsident Gauck beendet Besuch in Äthiopien

 

Nach seinem viertägigen Besuch in Äthiopien kehrt Bundespräsident Joachim Gauck jetzt nach Berlin zurück. Der 73-Jährige und seine Lebensgefährtin Daniela Schadt besuchten zuletzt die Agoheld-Station in Addis Abeba. Das von der Unicef finanzierte Projekt beherbergt mehr als 400 Waisenkinder, die aus dem benachbarten Armenviertel Aba Koran stammen.

Dort finden die bedürftigen Kinder neben einem Kindergarten und einer Schule ein großzügiges Waisenhaus. Gegründet wurde das Projekt von Abebech Gobena. Die heute leicht gehbehinderte 79-jährige Dame spazierte am Arm von Daniela Schadt über das Gelände, um den Gästen die einzelnen Bereiche vorzustellen. Die Kinder begrüßten den Bundespräsidenten und seine Lebensgefährtin mit einem fröhlichen Willkommenslied.

In Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba hatte Gauck zu Beginn seines Besuchs den Prämierminister Haile Mariam Desale getroffen. Nach einem Staatsempfang traf der deutsche Bundespräsident Delegierte aus der äthiopischen Wirtschaft und Kultur. Gauck nutzte die Gelegenheit, um mit Künstlern und Wissenschaftlern um über die Themen Freiheit und Bürgerrechte zu diskutieren. Diese Themen rückten auch bei einer Podiumsdiskussion in den Mittelpunkt.

Der Bundespräsident hatte schon vor seiner Ankunft in Addis Abeba eine Reihe von Petitionen und offenen Briefen von deutschen und äthiopischen Menschenrechtsorganisationen erhalten, die die Freilassung von inhaftierten Journalisten und politischen Gefangenen fordern.

In einer Rede würdigte Gauck das 50-jährige Bestehen der Afrikanischen Union. Er lobte das Engagement der afrikanischen Zivilgesellschaft und warnte zugleich vor antidemokratische Kräften: „Viele wehren sich mit großem Mut gegen Bevormundung und Unterdrückung in ihren Ländern. Er wies darauf hin, dass starke Nationen auch starke Zivilgesellschaft brauchen.

Zum Abschluss seines Besuchs besuchter der Bundespräsident in Addis Abeba eine Berufsschule, die von deutschen Lehrern geleitet wird. Etwas mehr als 5000 Schüler werden dort in Abendkursen und zu den üblichen Schulzeiten ausgebildet. Sie schließen ihre Ausbildung mit dem technischen Facharbeiterbrief ab. Die deutsche Bundesregierung unterstützt das Projekt von 2012 bis 2017 mit 59 Million Euro.

Zur Homepage des Bundespräsidenten

Heino tritt in Namibia auf

HeinoMit seinem Album „Mit freundlichen Grüßen“ sorgt er in Deutschland seit einigen Wochen für Furore. Immerhin covert Heino Rockbands wie Rammstein, die Toten Hosen und die Ärzte und feiert damit große Erfolge. Wie auch immer man zu ihm stehen mag, mit mehr als 50 Millionen verkauften Tonträgern ist er einer der erfolgreichsten Künstler Deutschlands. Jetzt kündigt der Sänger ein Konzert in Namibia an.

„Dieses Konzert ist absolut außergewöhnlich. Es wird meine afrikanischen Fans und die vielen Freunde, die aus Deutschland nach Namibia reisen, begeistern“, sagte Heino. Es gibt Reiseveranstalter, die spezielle Heino-Namibia-Angebote in ihr Programm aufgenommen haben, Fotosafaris in die Savanne inklusive. So können die Reisenden nach einem Abend mit Neu-Rocker Heino am nächsten Tag Löwen, Geparden, Antilopen, Zebras, Giraffen und Co aus nächster Nähe erleben.

Das Konzert des „Blau blüht der Enzian“-Sängers wird am 22. Januar 2014 in Namibias Hauptstadt Windhoek stattfinden. Im südlichen Afrika herrscht zu der Zeit Sommer. Reiseanbieter Berge & Meer bieten die Sonderreise „Heino live in Afrika erleben“ an, die sechstägige Reise schließt die Unterbringung in einem 3 Sterne Safari-Hote, ein umfassendes reizvolles Programm und Linienflüge ab Frankfurt oder München ein. Abflugdatum sind der 19., 20. und 21. Januar 2014.

Namibia hat schon seit langer Zeit eine besondere Beziehung zu Deutschland: 1884 gelang es dem deutschen Kaufmann Franz Adolf Eduard Lüderitz durch Verträge mit einheimischen Stammeshäuptlingen weite Regionen zu erwerben, die später Lüderitzbucht genannt wurden. Kurz darauf wurde das Land zur deutschen Kolonie Deutsch-Südwestafrika erklärt.

Diamantenfunde in der Lüderitzbucht lösten gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine regelrechte Goldgräberstimmung im damaligen Kaiserreich Deutschland aus: Zahlreiche Abenteurer und Diamanten-Begeisterte brachen damals von Flensburg bis München auf, um wertvolle Edelsteine in Afrika zu finden. Den Diamat-Schürfern folgten viele Farmer und Händler: So kam es zum Widerstand der einheimischen Nama und Herero. Von 1904 bis 1907 gab es einen Kolonialkrieg mit vielen Toten. Es starben bis zu 70.000 Kinder, Frauen und Männer. Seine Unabhängigkeit erlangte Namibia erst 1990, nach einer mehr als 100-jährigen Fremdbestimmung.    

Das Dorf Nzulezo am Amanzuri-See

Ghana: Stelzendorf Nzulezo wird zur Touristenattraktion

Das Dorf Nzulezo am Amanzuri-See

Das Dorf Nzulezo am Amanzuri-See

Das Dorf Nzulezo im Westen Ghanas steht auf Stelzen und Plattformen im Amanzuri-See. Die etwas mehr als 550 Einwohner lebten lange Zeit vorwiegend als Fischer, Bauern und Brauer eines lokalen Bieres. „Während der Trockenzeit ist der Fischfang aber nicht rentabel für uns“, sagte Fischer Mensah Kasapa dem Magazin Africa News. „Traditionell arbeiten die Männer in der Fischerei oder in der Landwirtschaft. Die Frauen verkaufen unsere Produkte auf den Märkten in der Stadt.“ Doch die Wege waren weit, Ernte und Fischfang stets unsichere Einnahmequellen. Das Leben war lange beschwerlich in Nzulezo.

Heute ist das anders: Das Stelzendorf ist seit einigen Jahren eine bedeutende touristische Attraktion in Ghana. Der Tourismus ist jetzt ein profitables Geschäft, von dem die Menschen im Dorf leben können. Einige Dorfbewohner fertigen Kunsthandwerk wie etwa geschnitzte Miniatur-Kanus und verkaufen diese an die Reisenden. Der Ort ist zu einem beliebten Ziel geworden, viele Schiffsfahrten über den Amanzuri-See haben Nzulezo fest als Etappenziel geplant.

Die Touristen können sich inzwischen in einem kleinen Museum über die Traditionen des Nzema Volkes und anderer Bewohner der Region informieren. „Nzulezo zieht viele Touristen aus der ganzen Welt an. Wir sind so in der Lage, unser Einkommen zu sichern“, erklärte  Samuel Nobah, der Museumsleiter. „Viele Bewohner betreiben inzwischen Imbissstände, kleine Restaurants und Hotels. Es kommen übrigens auch zahlreiche Schüler aus den Städten in unser Dorf, um sich über die alten Traditionen und Kulturen unseres Volkes zu informieren.“

Die UNESCO hat das Stelzendorf Nzulezo im Jahr 2000 zum Weltkulturerbe ernannt. Innerhalb des Dorfes paddeln die Bewohner mit Kanus von ihren Häusern zu den Nachbarn oder zur Schule. Es gibt bisher keine medizinischen Einrichtungen, das will die zuständige Bezirksregierung mit einem neuen Gesundheitszentrum ändern. Touristen, die West-Ghana bereisen, sollten einen Besuch in Nzulezo einplanen. Wo kann man sonst erfahren, wie es sich in Holzhäusern lebt, die auf Stelzen und Plattformen in einem See stehen? Einige Reiseveranstalter bieten inzwischen Führungen durch das Dorf an.

photo by: Rachel Zack

Nigeria: Entführer töten sieben Geiseln

Terrorgruppe "Ansaru" tötete sieben Geißeln

Terrorgruppe „Ansaru“ tötete sieben Geißeln

„Wir haben sieben ausländische Geiseln getötet“ – lokale Zeitungen in Nigeria zitieren mit dieser Headline ein Statement islamistischer Geiselnehmer. Die Gruppe Ansaru, die der Al Qaida nahe steht, hatte am 7. Februar im Bundesstaat Bauchi im Norden Nigerias einen Arbeitertrupp einer europäischen Baufirma entführt. Bei den sieben Geiseln handelte es sich um zwei Syrer, einen Briten, einen Griechen, zwei Libanesen und einen Italiener.

Die Islamisten sollen die Entführungsopfer getötet haben, als nigerianische und britische Soldaten einen Befreiungsversuch unternahmen. Der italienische Außenminister hat gemeinsam mit dem britischen Außenministerium diese Angaben überprüfen lassen. Die Aussagen der Gruppe Ansaru sind demnach glaubwürdig. Inzwischen sollen den nigerianischen Behörden auch Fotos vorliegen, die die Leichen zeigen.

„Dies ist ein schrecklicher terroristischer Gewaltakt, für den es keine Erklärung gibt, außer die von barbarischer und blinder Gewalt“, erklärte das italienische Außenministerium auf einer Pressekonferenz. „Die Hinrichtung der Geiseln ist ein abnormer Ausdruck von hasserfülltem und untolerierbarem Faschismus.“

Die britischen Behörden wollen mit Nigeria zusammenarbeiten, um die Ermordung der Geiseln aufzuklären. „Diese Tat ist ein kaltblütiger Mord“, sagte Großbritanniens Außenminister William Hague. „Wir werden die Täter zur Rechenschaft ziehen.“  

Das italienische Außenministerium erklärte, es habe keinen gemeinsamen Versuch der beteiligen Nationen gegeben, die Geiseln auf militärischem Weg zu befreien. Da es eine solche Aktion nicht gegeben habe, könne dies die Tötung auch nicht ausgelöst haben.

Seit dem Frankreich Truppen nach Mali gesandt hat, die gemeinsam mit afrikanischen Soldaten die Rebellen aus dem Land jagen wollen, haben die Aktivitäten von Islamisten in West- und Nordafrika stark zugenommen. Nigeria ist einer der bedeutenden Erdöl-Förderstaaten, alleine aus diesem Grund konzentrieren sich einige Rebellengruppen auf diese Region.

Es kam in den letzen Wochen immer wieder zu gemeinsamen Aktionen von unterschiedlichen Islamistengruppen wie die von Boko Haram und Ansaru. Entführungen gehören zu ihren bevorzugten Aktionen. Diese Geiselnahmen durch Islamisten enden nicht selten tragisch. Unpolitische Berufsverbrecher lassen ihre Geiseln dagegen nach einer Lösegeldzahlung in der Regel frei.

Südafrika: Chef der Apartheid-Todesschwadron Dirk Coetzee gestorben

Dirk Coetzee ist im Alter von 67 Jahren verstorben

Dirk Coetzee ist im Alter von 67 Jahren verstorben

Er war ein südafrikanischer Polizei-Chef und er bekämpfte mit seiner geheimen Einsatzgruppe C1 den Widerstand der schwarzafrikanischen Bevölkerung gegen die Apartheid. Um die Rassentrennung zu bewahren, schreckte Dirk Coetzee auch nicht vor Mord zurück. Jetzt ist er im Alter von 67 Jahren in Pretoria an Nierenversagen gestorben.

Während seiner aktiven Dienstzeit, vor allem in den 80er Jahren, verübte Polizei-Oberst Coetzee zahlreiche Anschläge auf Oppositionelle. Er war für viele politische Morde verantwortlich. So geht der Mord an dem Apartheids-Gegner und Rechtsanwalt Griffiths Mxenge im Jahr 1981 auf sein Konto. Dirk Coetzee verübte die Tat zusammen mit einigen ihm unterstellten Polizeibeamten.

Die verdeckte Einheit von Coetzee nannte sich – nach der Farm auf der sie ihr Quartier hatte –  Vlakpaas. Die Truppe war ein gefürchtetes Killerkommando, das gezielt Aktivisten, die gegen die weiße Minderheitsregierung und ihre Politik der Rassentrennung kämpften, tötete. Dirk Coetzee ist auch für den Tod zahlreicher Mitglieder der Anti-Apartheid Partei African National Congress (ANC), der auch Nelson Mandela angehört, verantwortlich. Er soll einige der Killer persönlich angeworben haben.

Nachdem einige seiner Taten öffentlich bekannt wurden, degradierten ihn seine Vorgesetzten, fünf Jahre später wurde er aus dem Polizeidienst entlassen. 1989 floh Coetzee nach Mauritius.  

Später kehrte er nach Südafrika zurück und wechselte die Seiten: fortan arbeite der ehemalige Polizei-Chef für die Anti-Apartheid-Bewegung. Drei Jahre nach der Wahl von Nelson Mandela zum südafrikanischen Staatspräsidenten wurde Dirk Coetzee 1997 von der Wahrheits- und Versöhnungskommission (TRC) amnestiert und als zuverlässig eingestuft. Er hatte vor der Kommission die Aktionen seiner Vlakplaas-Einheit detailliert geschildert,  wurde auch für schuldig gesprochen, ein paar Monate später wurde ihm die Strafe jedoch erlassen.

In der Folgezeit arbeite er für den südafrikanischen Geheimdienst National Intelligence Service. Er verriet der Justiz zahlreiche Drahtzieher und Straftaten, die im Namen der Rassentrennung in Südafrika geschehen waren.            

Seit 2012 arbeitete Coetzee als Sicherheitsberater bei der Lehrbuchfirma EduSolutions. Noch im selben Jahr machte er Korruptionsfälle dieser Firma öffentlich.

Die Nationalflagge von Kenia

Kenia wartet auf das Wahlergebnis

Die Nationalflagge von Kenia

Die Nationalflagge von Kenia

Liegt Uhuru Kenyatta vorne oder bleibt Raila Odinga doch der Premierminister von Kenia?    Auch zwei Tage nach der Wahl gab es am Mittwochabend noch kein gültiges Ergebnis der Wahlen. Die Wähler warten und warten, auf den Straßen ist inzwischen Kritik an der bestehenden Unklarheit zu hören. Einige Kommentatoren der kenianischen Medien und ebenso zahlreiche Politiker werfen der Wahlkommission vor, dass sie für die Verzögerung verantwortlich ist.

Die Wahl fand bereits am Montag (04.03.13) statt, inzwischen liegen auch die Ergebnisse aus den kleinsten Wahlkreisen in der tiefen Provinz der Wahlkommission längst vor. Doch die Verkündung des Wahlausgangs lässt weiter auf sich warten. Alle paar Stunden gibt die Kommission in Nairobi die Resultate aus einzelnen Wahlbüros bekannt.

Nach Auskunft eines Insiders werden die gesamten Stimmen noch einmal ausgezählt. Eigentlich sollte das Resultat möglichst schnell und auf elektronischem Wege berechnet werden, spätestens aber nach 48 Stunden nach Schließung der Wahllokale vorliegen. Doch Issac Hassan, der Vorsitzende der Wahlkommission geht jetzt davon aus, dass für die Stimmauszählung etwa sieben Tage gebraucht werden. Er gibt den Freitag (08.03.13) als Termin für die Verkündung der endgültigen Ergebnisse an. Kenias Wähler, die Kandidaten und die Medienbeobachter werden weiter auf die Folter gespannt.

Ein Zwischenergebnis, bei dem ungefähr 8000 der insgesamt 32000 Wahllokale ausgewertet waren, sieht den Herausforderer Kenyatta mit etwa 55 Prozent vor Amtsinhaber Odinga (ca. 40 Prozent der Stimmen).    

Doch von Zwischenergebnissen will niemand mehr etwas hören. „Wenn das noch weiter verzögert wird, werden die Leute die Ergebnisse ablehnen“, sagte ein Taxifahrer in Nairobi dem kenianischen Rundfunk. „Dann kriegen wir richtig Probleme.“

Anti-Korruptions-Aktivist und Politologe Mwalimu Mati sieht das ähnlich: „Die Wahlkommission klärt uns zu wenig darüber auf, welche Probleme sie genau hat“, sagte er. „Die Menschen spekulieren und zweifeln jetzt immer mehr. Und zwar in negativer Weise. Die Leute fangen an zu glauben, dass hinter diesen Problemen möglicherweise andere Motive stehen.“ Nach Auskunft von Kommissionsleiter Hassan sind es alleine technische Schwierigkeiten, die die Auszählung der Stimmen erschweren.

Afrikanischer Waldelefant

Gabun: Waldelefanten sind dramatisch bedroht

Afrikanischer Waldelefant

Afrikanischer Waldelefant

Das Volk der Waldelefanten hat es zwar überall in Afrika schwer, doch in Gabun sieht es für die vom Aussterben bedrohten Tiere besonders schlecht aus. Seit dem Jahr 2004 wurden in dem zentralafrikanischen Land mehr als 11.000 Waldelefanten regelrecht abgeschlachtet. Noch vor zehn Jahren konnte der Minikebe Nationalpark die größte Waldelefantenpopulation von ganz Afrika aufweisen.

Doch die Zahl schrumpft dramatisch. Leider ist Gabun nicht einzige das afrikanische Land, in dem die Tiere massenhaft gewildert werden: so ist beispielsweise auch im Kongo der Bestand an Waldelefanten um etwa 90 Prozent gefallen. Eine aktuelle Studie des World Wide Fund For Nature (WWF), der Wildlife Conservation Society (WCS) und der Nationalparkbehörde von Gabun belegt diese traurige Entwicklung.

„Grund für den massiven Rückgang sind Wilderer, die die Tiere teils wegen ihres Fleisches, aber überwiegend wegen des Elfenbeins töten“, erklärte WCS-Vizepräsident Elizabeth Bennett am Dienstag auf der CITES-Artenschutzkonferenz in Bangkok. „Die Nachfrage nach dem Elfenbein kommt vor allem aus dem Fernen Osten und steigt ständig.“

Die World Conservation Society schätzt, dass es zurzeit noch 100.00 Waldelefanten in Afrika gibt, die Population der größeren Savannenelefanten liegt bei ungefähr 400.000 Tieren. Das Elfenbein der Waldelefanten ist beliebter, da die Stoßzähne länger und härter sind. „Dieses Elfenbein wird in Japan beispielsweise zur Herstellung von Musikinstrumenten bevorzugt genutzt“, so Elizabeth Bennett weiter.

Bei der zurzeit in Bangkok stattfinden CITES-Artenschutzkonferenz stehen die Themen Wilderei und Schmuggel von Wildtieren ganz oben auf der Agenda. Die Wilderei hat besonders in Afrika in den letzten Jahren ein erschreckendes Ausmaß angenommen. Neben berufsmäßigen Wilderern gibt es zahlreiche terroristische Gruppen, die mit den Gewinnen aus der Wilderei neue Waffen finanzieren.

Waldelefanten haben eine Schulterhöhe bis zu 2,40 Meter, damit sind sie erheblich kleiner als ihre Verwandten aus der Savanne. Sie sind Dschungelbewohner und leben vor allem in den Regenwäldern von Gabun und anderen zentral- und westafrikanischen Ländern. Diese Elefantenart hat eine wichtige Funktion bei der Verbreitung von Samen für eine große Zahl von Bäumen. 

photo by: HBarrison

Google ehrt „Mama Africa“ Miriam Makeba mit einem Doodle

Ihr „Pata Pata“ ist weltbekannt, sie engagierte sich gegen die Apartheid in Südafrika und sang zusammen mit Calypso-King Harry Belafonte und Folk-Legende Paul Simon: Am Montag (4. März) wäre Miriam Makeba 81 Jahre alt geworden und Google ehrt die große Dame mit einem Doodle.

Die Südafrikanerin musste in ihrem Leben einiges verkraften: Sie wurde wegen ihres Kampfes gegen die Rassentrennung aus ihrer Heimat ausgebürgert, sie überlebte einen Flugzeugabsturz, verlor ihre einzige Tochter und musste einige Scheidungen verarbeiten. Doch Miriam Makeba gab nie auf.

Ihr Mitwirken in dem Dokumentarfilm „Come Back Africa“ und das damit verbundene Engagement gegen die Apartheid führten 1960 zu ihrer Ausbürgerung aus Südafrika: Die Behörden ließen sie nach einem Auslandsaufenthalt einfach nicht mehr ins Land. Sie lebte anschließend einige Jahre in London. Dort wurde der US-amerikanische Sänger Harry Belafonte zu ihrem Förderer. Mit ihren Songs „Soweto Blues“, „Pata Pata“ und „The Lion Sleeps Tonight – Mbube“ feiert sie weltweit Erfolge.

1992 spielte Miriam Makeba an der Seite von Whoopi Goldberg in der Musical-Verfilmung „Sarafina!“. Nachdem Nelson Mandela Staatspräsident von Südafrika geworden war, holte er sie wieder in ihre Heimat zurück. Den renommierten „Kora All African Music Award“ erhielt die Sängerin 1996 für ihr Lebenswerk.

Miriam Makeba erblickte am 4. März 1932 in Johannesburg das Licht der Welt. Bereits mit 17 Jahren heiratete sie zum ersten Mal und brachte 1949 ihre einzige Tochter Bongi Makeba zur Welt. Nach der Scheidung von ihrem ersten Mann arbeitet Miriam Makeba zunächst als Hausmädchen. Ihre musikalische Karriere begann sie als Sängerin der Gruppe Cuban Brothers. Mit zwei Kolleginnen gründete sie später das Frauentrio The Skylarks.

In ihrer Solokarriere war „Pata Pata“ der größte Erfolg. Der Song wurde in der Sprache der Xhosa geschrieben, dieser südafrikanische Volksstamm umfasst ungefähr 9 Millionen Menschen. „Pata Pata“ bedeutet zu Deutsch „berühren, anfassen“ – das Lied handelt von einem in Südafrika populären Tanz, der eine sexuell-suggestive Form des Jive-Tanzstils ist. Die Tanzpartner berühren sich dabei abwechselnd mit den Händen über den ganzen Körper im Rhythmus der Musik.

Miriam Makeba starb 2008 im Alter von 76 Jahren an einem Herzinfarkt.

Die Nationalflagge in Namibia

Namibia: Farmer wegen großer Dürre besorgt

Die Nationalflagge in Namibia

Die Nationalflagge in Namibia

In Namibia herrscht seit vielen Wochen eine extreme Trockenheit. Die Weiden der Viehzüchter verdorren in der Sonne, die Fleischproduzenten verringern schon massiv ihre Herden. Dadurch fallen die Fleischpreise. In der Region Kunene sind inzwischen einige Pferde und Rinder verhungert. Die Maisernte ist gefährdet, nur noch ein starker Regen könnte vielleicht einen Teil der Ernte retten. Doch die Meteorologen können auch für die nächsten Tage keine Niederschläge vorhersagen.

„Dieses Jahr ist eine Katastrophe“, erklärte Hagen Eggert, der eine Farm zwischen Kombat und Otavi betreibt. Er hat auf 210 Hektar Land Mais angepflanzt, doch die Pflanzen sind kaum noch zu retten. „Auf dem schwarzen Boden ist der Mais schon vertrocknet. Auf der roten Erde ist noch etwas grün, aber selbst Regen wird hier nichts mehr retten. Der Mais ist gerade mal 35 cm hoch, eigentlich müsste er längst in der Blüte sein.“
 
Die Landwirtschaftsorganisation Namibia National Farmers Union (NNFU) zeigt sich beunruhigt: „Die NNFU ist tief besorgt wegen der extremen Dürre, es ist eine Katastrophe für ganz Namibia, dass wir so lange ohne Regen sind. Selbst, wenn es jetzt ein paar kleinere Regefälle gibt, so ist es doch offensichtlich, dass wir eine weiter andauernde Dürre erleiden werden.“ Delegierte des Landwirtschaftsverbands haben in den letzten Tagen viele Regionen Namibias besucht, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.

Das Land ist nicht nur in seiner Nahrungsmittelproduktion von der eigenen Landwirtschaft weitgehend abhängig, außerdem ist die Agrarwirtschaft auch einer der wichtigsten Arbeitgeber Namibias. Nach Einschätzung von Experten verursacht die anhaltende Trockenheit nicht nur große Ernteausfälle: Auch Schädlinge wie Insekten sind jetzt noch aktiver und zerstören große Teile von Kornfeldern und Weiden. Die NNFU fordert die Bauern auf, sich beim Verband Informationen und Hilfe bei der Bekämpfung der Schadinsekten zu holen.

Bei einer Sitzung seines Regierungskabinetts warnte Namibias Präsident Hifikepunye Pohamba jetzt vor den Folgen der Dürre. Er forderte die zuständigen Minister auf, alle Maßnahmen zu ergreifen, um eine Katastrophe abzuwenden.