Prinz Harry besucht Lesotho

Prinz Harry besuchte für 3 Tage Lesotho.

Prinz Harry besuchte für 3 Tage Lesotho.

Er tanzt mit Schülern, kocht Lasagne mit Kindern, spielt mit ihnen Fußball und nimmt am Unterricht teil: Am Mittwoch besuchte der britische Prinzip Harry das Kananelo-Zentrum für Gehörlose in Lesotho. Harry war drei Tage in dem südafrikanischen Land unterwegs. Der Unterricht und die Betreuung der gehörlosen Kinder ist ein Teil des Programms, das von seiner Hilfsorganisation finanziert wird.     

Sentebale (Vergiss mich nicht) ist der Name der Hilfsorganisation, die Prinz Harry zusammen mit Prinz Seeiso gegründet hat. Prinz Seeiso ist der jüngere Bruder von Lesotho Königs Letsie.

„Wir hoffen sehr, dass wir mit unserer Hilfsorganisation den Kindern ermöglichen können, dass sie ihre Ziele erreichen, ihre Träume erfüllen und ein gutes Leben führen können“, sagte Harry dem Magazin People. „Die Zukunft dieses kleinen und wunderschönen Landes und seiner großartigen Menschen, könnte und sollte ganz einfach glänzend sein.“

Die Nummer Drei in der britischen Thronfolge möchte mit diesem Engagement auch an die sozialen Aktionen seiner Mutter Prinzessin Diana anknüpfen: „Ich hoffe, dass meine Mutter stolz auf meine Charity-Arbeit in Lesotho wäre“, sagte Prinz Harry am Mittwoch. Prinzessin Diana hatte sich besonders für HIV/AIDS-Kranke und die Beseitigung von Landminen engagiert.

Die Hilfsorganisation ihres jüngsten Sohnes setzt sich in Lesotho unter anderem auch für HIV-Erkrankte ein. In diesem afrikanischen Land ist AIDS wie in vielen südafrikanischen Staaten ein sehr großes Problem. So waren im letzten Jahr ungefähr 25 Prozent der erwachsenen Einwohner mit dem HI-Virus infiziert. „Wir müssen über AIDS und die damit verbundenen Gefahren sprechen“, sagte Harry dem Magazin. „Die Menschen müssen aufgeklärt werden und wissen, wie sie sich schützen können. Das ist definitiv eine ganz wichtige Aufgabe.“

Lesotho ist ein Staat im südlichen Afrika, Staatsform ist die parlamentarische Monarchie. Das Land ist mit knapp zwei Millionen Einwohnern und einer Fläche von etwa 30.000 Quadratkilometern vergleichsweise klein.

Nach seinem Besuch in Lesotho wird Prinz Harry am Donnerstag nach Südafrika weiterreisen. Auf einer Gala will er dort Geld für seine Hilfsorganisation sammeln.

Heißluftballoons über Luxor

Ägypten: Mindestens 19 Tote bei Ballonabsturz

Heißluftballoons über Luxor

Heißluftballoons über Luxor

In der Nähe der ägyptischen Stadt Luxor ist es am Dienstag zu einem tragischen Unfall gekommen: In 300 Metern Höhe geriet ein Heißluftballon in Flammen, er explodierte und stürzte zu Boden. Bei dem Unglück kamen mindestens 19 Menschen ums Leben. Nach einem Bericht des arabischen TV-Senders Al Dschasira sollen sich insgesamt 21 Menschen in dem Korb des Ballons befunden haben. Der Führer des Fluggefährts und ein Fluggast haben nach diesen Angaben den Absturz schwer verletzt überlebt.

Bei den Toten handelt es sich um Touristen aus Frankreich, Hongkong, Japan, Großbritannien und Belgien. Deutsche sind laut Al Dschasira nicht an Bord gewesen. „Wir haben bisher keine Erkenntnisse darüber, dass auch deutsche Opfer dabei sein könnten“, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle in Berlin.

Der Heißluftballon war zu einem Rundflug über die bei Reisenden sehr beliebten Stadt Luxor gestartet. Das Unglück ereignete sich über einer Zuckerrohrplantage ganz in der Nähe der Stadt. Den Rettungskräften bot sich ein Bild der Zerstörung, die Absturzstelle war mit Trümmern und toten Menschen übersät.

Während eine Touristin per Twitter mitteilte, dass der Ballon in eine Hochspannungsleitung geflogen und in Brand geraten sei, berichtet das arabische Nachrichtenmagazin Al Ahram von einer anderen Ursache: Demnach entfachte sich das Feuer an einem kaputten Gasschlauch. Al Ahram beruft sich auf einen Mitarbeiter der betroffenen Ballonreisen-Firma. Der Brand  habe zu einer Explosion des Gasbrenners geführt, der Ballon sei daraufhin zerplatzt.

„Es ist schrecklich, es ist so schrecklich“, sagte ein Sprecher aller ägyptischen Ballonreisen-Veranstalter dem Portal AlArabiya.net. „Wir wissen noch nicht genau, was passiert ist oder was für den Unfall verantwortlich ist.“ Ein Augenzeuge schreibt auf Twitter, dass einige der Ballonfahrer aus großer Höhe aus dem Korb des Ballons gesprungen seien. Nur der Ballonführer und ein Tourist überlebten diese Sprünge.

Heißluftballon-Fahrten in Luxor sind bei den Reisenden beliebt. Viele Touristen schauen sich jedes Jahr die historischen altägyptischen Stätten wie die Tempel der Pharaonen und das legendäre Tal der Könige aus der Luft an.

photo by: andrew_mc_d
Die Nationalflagge von Kongo

Friedensplan für Kongo nimmt Gestalt an

Die Nationalflagge von Kongo

Die Nationalflagge von Kongo

Delegierte aus zahlreichen afrikanischen Ländern und Vertreter der Vereinten Nationen haben sich am Sonntag in Addis Abeba (Äthiopien) auf einen Friedensplan für die Demokratische Republik Kongo und die Gebiete um die großen Seen in Ostafrika geeinigt.

Die Demokratische Republik Kongo ist ein vom Krieg zerrissenes Land, das seit vielen Jahren um den Aufbau eines dauerhaften Friedens kämpft. An den Verhandlungen beteiligten sich Abgesandte aus Südafrika, Ruanda, Mosambik, Tansania, Uganda, Südsudan und natürlich der beiden Kongo-Staaten. Ban Ki Moon, der UN-Generalsekretär, war bei der Unterzeichnung des Friedensvertrages in der äthiopischen Hauptstadt anwesend.

„Die Unterzeichnung des Abkommens ist ein wichtiger Schritt. Aber es ist nur der Anfang eines umfassenden Ansatzes, der nachhaltiges Engagement erfordert“, sagte Ban Ki Moon auf einer Pressekonferenz am Montag. „Wir können den immer wiederkehrenden Zyklen von Gewalt nur durch einen innovativen Ansatz ein Ende setzen.“ Vor vier Wochen war der Vertragsabschluss noch an einem Streit gescheitert: Es war damals unklar, unter welchem Kommando die regionalen Friedenstruppen geführt werden. Die Friedenstruppen werden die Konfliktparteien im Ostkongo kontrollieren und diese gegebenenfalls zur Aufgabe neu aufflammender Kampfhandlungen zwingen.

Die gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Region, an denen Rebellen der so genannten Bewegung M23 und Regierungstruppen beteiligt sind, dauern bereits seit fast zwanzig Jahren an. Inzwischen sind viele Menschen bei den Kämpfen ums Leben gekommen, mehr als eine Millionen Einwohner flohen aus den Krisengebieten und verloren so ihre Häuser und ihre Heimat.

Erfahrene Beobachter wie Jeffrey Gettleman (New York Times) bezweifeln, dass die aktuellen Vereinbarungen ausreichen, um einen dauerhaften Frieden im Kongo zu entwickeln: Allzu viele gewaltbereite Rebellengruppen verbergen sich nach seiner Ansicht in Gebirgslandschaften und sind jederzeit bereit, wieder zuzuschlagen. Bei ihren Attacken machen sie auch vor Zivilisten nicht halt, es kommt immer wieder zu skrupellosen Gewalttaten gegen unbewaffnete Bürger. Zahlreiche Vergewaltigungen gehen außerdem auf das Konto der Rebellen, die meist ungestraft entkommen können.

„Es ist wichtig, dass sich die Vereinten Nationen, Ruanda und Uganda am Friedensprozess im Kongo aktiv beteiligen, sonst wird es kaum ein Ende der Gewalt geben“, sagte John Prendergast, Gründer der Friedensinitiative Enough Project.   

Ghana: Crowdfunding-Dienst gewinnt Wirtschaftspreis

William Eden Senyo - CEO von Slice Biz

William Eden Senyo – CEO von Slice Biz

Das ghanaisches Unternehmen Slice Biz, das mit dem Finanzierungs-System des Crowdfunding arbeitet, ist jetzt als Gewinner des diesjährigen App4Africa-Preises ausgezeichnet worden.

Das Crowdfunding wird auch als Schwarmfinanzierung bezeichnet. Mit dieser Geldbeschaffungs-Methode lassen sich Projekte, Firmengründungen, Produkte und die Umsetzung von Geschäftsideen mit Kapital versorgen. Kapitalgeber ist in der Regel eine große Zahl von Personen. Crowdfunding wird zumeist im Internet initiiert. Eines der ersten Crowdfunding-Projekte war beispielsweise die Internet-Plattform artistshare.com, mit welcher  der Musiker und Produzent Brian Camelio Kapital für neue Musikprojekte organisierte.   

Die Firma Slice Biz aus Ghanas Hauptstadt Accra beschreibt sich selbst als innovative Investment-Plattform, die eine alternative Finanzierung für Startups in Afrika bietet. Das Unternehmen plant jetzt einen Service, bei dem sich potenzielle Geldgeber per Telefon registrieren lassen können. Der Transfer des Kapitals erfolgt über eine Handy-App.

Slice Biz erhält für den Gewinn beim Apps4Africa-Wettbewerb ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar. Der ghanaische Geschäftsmann William Edem Senyo ist der Gründer von Slice Biz, unterstützt wird er von Heather Cochran. Mit ihrem Unternehmen möchten sie das Crowdfunding-Modell, das in Europa inzwischen erfolgreich funktioniert, in Afrika etablieren.

„Viele Leute, die ein Unternehmen gründen oder ein Geschäft eröffnen wollen, erhalten von den Banken keinen Kredit“, erklärte Edem Senyo dem Magazin AfricaNews. „Sie haben oft gar keine Chance, irgendwo ein Darlehen zu bekommen. Jeder Mensch auf der Welt, der über genügend Geld verfügt, kann jetzt mit unserem Projekt hoffnungsvolle Start-ups in Afrika unterstützen. Wir wollen die Neugründer-Szene damit aufrütteln und ermutigen.“

Edem Senyo zeigte seine Freude über den Gewinn des Preises: „Vor drei Monaten habe ich meinen alten Job bei einer Bank aufgegeben, um mich ganz meinem Unternehmen Slice Biz zu widmen. Damals hätte ich nie geglaubt, dass ich den Wettbewerb Apps4Africa gewinnen könnte. Für unser Unternehmen und sein Image ist der Preis sehr wichtig.“

Slice Biz bittet die Crowdfunding-Teilnehmer, eine Summe zwischen 250 und 100.000 Dollar bereit zu stellen. Kleinere Beiträge können per Handy übersandt, größere Summen dagegen auf dem klassischen Bankweg transferiert werden.

Nigeria: Unklarheit über das Schicksal französischer Geiseln

Issa Tchiroma Bakary hier bei einem Empfang.

Issa Tchiroma Bakary hier bei einem Empfang. (c) Foto by Tanguy

Am frühen Donnerstagnachmittag (21.02.13) berichteten zahlreiche europäische und afrikanische Medien, dass die aus Kamerun nach Nigeria verschleppten französischen Geiseln wieder frei sind. Einige Stunden später dementierte Kameruns Informationsminister Issa Tchiroma Bakary die Meldungen: „Das ist ein verrücktes Gerücht“, sagte Bakary auf einer Pressekonferenz in Kameruns Hauptstadt Jaunde.

Das Schicksal der sieben entführten Touristen aus Frankreich ist damit weiter ungewiss. Als Geiselnehmer wird eine Gruppe nigerianischer Islamisten verdächtigt.

Unter den Geiseln befinden sich auch vier kleine Kinder. Die Gruppe war Anfang der Woche im Waza Nationalpark in der Nähe von Kameruns Grenze zu Nigeria gekidnappt worden.

Verschiedene französische Medien hatten am Donnerstag als erste davon berichtet, dass die Geiseln frei sind. „Die entführten Touristen sind wohlauf, wir haben gehört, dass sie inzwischen von nigerianischen Behörden betreut werden“, zitierte die Zeitung Le Figaro  einen hohen Armeeoffizier aus Kamerun.

„Das ist eine falsche Meldung und wir können dies nicht bestätigen. Wir wissen nicht, wer diese Nachricht in Umlauf gesetzt hat“, sagte Kameruns Informationsminister Issa Tchiroma Bakary.

Die Entführung der französischen Urlauber durch mutmaßliche islamistische Terroristen ist das erste Kidnapping dieser Art in Kamerun. Seit einiger Zeit halten sich allerdings Mitglieder der nigerianischen Gruppe der islamistischen Sekte Boko Haram und andere militante Islamisten der Gruppe Ansaru in der Region auf.

Boko Haram steht in dieser Gegend Afrikas für Schrecken und Terror. Beobachter vermuten, dass sich die kriminellen Aktionen von Islamisten gezielt gegen Frankreich und seine Bürger richten: Die militanten Kämpfer reagieren damit auf das Eingreifen des französischen Militärs in Mali.

Unter den sieben Geiseln befinden sich neben drei Erwachsenen vier Kinder: zwei Jungen und zwei Mädchen im Alter von fünf bis zwölf Jahren. Nach Angaben des französischen Gas-Konzerns GDF Suez handelt es sich bei einem der Männer um einen seiner Mitarbeiter, der mit seiner Familie und einem Freund in dem Nationalpark unterwegs war.

Inzwischen sind französische Spezialeinheiten und ein Militärhubschrauber in der Gegend eingetroffen, wo die Geiseln und ihre Entführer vermutet werden. An der Suche sind auch Kräfte des französischen Geheimdienstes beteiligt.

Namibia erwägt ernsthaft Minröcke zu verbieten

Namibia: Heftige Debatte über Minirock-Verbot

Namibia erwägt ernsthaft Minröcke zu verbieten

Namibia erwägt ernsthaft Minröcke zu verbieten

Swasilands Regierung nahm Anfang Januar ein Minirock-Verbot zurück, das die Polizei erlassen hatte (wir berichteten). In Namibia gibt es zurzeit eine heftige Diskussion darüber, ob dort kurze Röcke bald illegal sein sollen. Sebastian Ndeitunga, der oberste Polizei-General des südafrikanischen Landes, hatte vor zwei Tagen angekündigt, dass jede Frau verhaftet werde, die „kurze und sehr knappe“ Mini-Röcke trägt.

Die kurzen Röcke sind nach Ansicht von Polizei-General Ndeitunga nicht mit der traditionellen Kultur Namibias vereinbar und außerdem provozieren sie angeblich Vergewaltigungen. In den sozialen Netzwerken hat seine Verbots-Ankündigung für Empörung gesorgt.

„Die Polizei kümmert sich viel zu wenig um die wirklichen Kriminellen, stattdessen will sie unsere verfassungsmäßig garantierten Freiheiten einschränken. Dass sie sich dabei auf die Bedeutung unserer Kultur beruft ist doch ein Witz“, schreibt ein User namens Abdallah Francis auf Facebook. „Herzlichen Glückwunsch – wie Diebe, Mörder, Vergewaltiger und Einbrecher sollen jetzt die Trägerinnen von Miniröcken als Verbrecher behandelt werden. Dann wird die namibische Polizei also demnächst ihre Zeit damit verbringen, die Länge von Röcken zu messen. In was für einer wundervollen Welt wir doch leben!“ postet ein User namens Hobie Clark.

Eine andere Userin weist darauf hin, dass schon ihre Urgroßmutter, ihre Oma und ihre Mutter kurze Röcke in Namibia getragen haben und sie werde es genauso tun. „Die Polizei sollte sich um die Suche nach Mördern und Verbrechern kümmern – und die finden sie bestimmt nicht unter einem Minirock“, empört sich Ricardo Goagsoeb auf Facebook.

Die namibische Frauenrechtlerin Amanda Kaipiti Utjiua sagte, dass ein Verbot von Miniröcken auch etwas mit der Unterdrückung von Frauen zu tun habe. „Warum beruft sich die Polizei auf die afrikanische Kultur und unsere Traditionen, wenn es doch nur darum geht, repressive Maßnahmen zu begründen. Wollen sie etwa demnächst alle Trägerinnen von Miniröcken verhaften – das ist kein gutes Zeichen für unser Land“, kritisiert Rob Parker.

In einigen Städten Namibias zeigten sich viele Frauen nach der Verbotsankündigung in Miniröcken auf der Straße. Es scheint eher unwahrscheinlich, dass sich die Polizei mit dem Minirock-Verbot langfristig durchsetzen kann.

photo by: Jacrews7

Südafrika: Staatsanwaltschaft hält Oscar Pistorius für einen eiskalten Mörder

Reeva Steenkamp starb im Alter von 29 Jahren

Reeva Steenkamp starb im Alter von 29 Jahren

Es mutet fast wie ein schlechter Krimi an: Während die Staatsanwaltschaft ihn wegen Mordes anklagt hat, beharrt der südafrikanische Sportstar Oscar Pistorius weiterhin darauf, dass er seine Freundin versehentlich erschossen habe.

Bei einer Anhörung vor dem Magistratsgericht in Pretoria (Südafrika) nahm der Richter die Mordanklage von Staatsanwalt Gerri Nel an. Für die Ankläger ist der weltbekannte Paralympics-Sprinter der Mörder seiner Freundin Reeva Steenkamp. Pistorius brach daraufhin in Tränen aus. Nach seiner Version habe er ein Geräusch im Badezimmer gehört und dort einen Einbrecher vermutet.

„Ich dachte, jemand wäre in mein Haus eingedrungen und ich war zu ängstlich das Licht anzumachen“, sagte der Profisportler bei der Anhörung. „Ich habe gedacht, meine Freundin liegt neben mir im Bett. Ich ging dann zum Badezimmer und habe aus Angst um mein Leben und das meiner Freundin durch die Tür geschossen.“ Nach seinen Schilderungen bemerkte er erst später, dass sich seine Lebensgefährtin in dem Badezimmer aufgehalten habe. „Ich schlug mit einem Kricketschläger die Tür ein und sah sie auf dem Boden liegen. Sie starb in meinen Armen. Der Mordvorwurf ist völlig haltlos.“

Die Staatsanwaltschaft und die Ermittler der Polizei sehen das ganz anders. Sie werfen Pistorius vorsätzlichen Mord vor. „Oscar Pistorius hat eine unschuldige und unbewaffnete Frau erschossen und außerdem ein Mordmotiv“, erklärte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer.  

Nach den Schilderungen des Staatsanwalts hat sich der beinamputierte Sportler in der Nacht der Tat zunächst in aller Ruhe seine Beinprothesen angeschnallt und sei dann mit einer Pistole zum Badezimmer gegangen. Dort habe sich seine Lebensgefährtin Reeva Steenkamp befunden und Pistorius müsse das gewusst haben. Er habe vier Schüsse durch die Tür abgegeben, die 29-Jährige wurde drei Mal getroffen und tödlich verletzt.

„Wenn ich mich bewaffne, einen Weg zurücklege und einen Menschen ermorde, dann ist das Vorsatz“, erklärte Staatsanwalt Nel. „Ich gehe sieben Meter und ich töte. Das Motiv ist: `Ich will töten.` So war es und nicht anders.“     

Pistorius hat inzwischen einige renommierte südafrikanische Anwälte mit seiner Verteidigung beauftragt. Die Strafverteidiger wollen auf Totschlag plädieren und so eine geringere Haftzeit erreichen.

photo by: zennie62
Die Bundesregierung möchte 330 Soldaten (Ausbilder, Sanitäter und Ärzte) nach Mali entsenden

Bundesregierung will 330 Soldaten nach Mali entsenden

Die Bundesregierung möchte 330 Soldaten (Ausbilder, Sanitäter und Ärzte) nach Mali entsenden

Die Bundesregierung möchte 330 Soldaten (Ausbilder, Sanitäter und Ärzte) nach Mali entsenden

Die französischen Truppen konnten die Rebellen in den letzten Wochen zwar aus ihren Hochburgen in Städten wie Timbuktu und Gao weitgehend vertreiben, doch der Feldzug gegen die Islamisten in Mali ist noch lange nicht beendet. Viele Aufständische sollen sich in unwegsame Gebirgsregionen im Norden des Landes zurückgezogen haben, dort können sie den französischen Soldaten leicht ausweichen.

Die Bevölkerung in vielen malischen Städten fürchtet, dass die Islamisten zurückkehren könnten. Mali ist auch einige Wochen nach dem Beginn des Eingreifens französischer Kräfte noch immer in zwei Hälften geteilt. Im nördlichen Teil des Landes sind noch zahlreiche Islamisten aktiv. Die malischen und die französischen Truppen bemühen sich darum, die betreffenden Regionen zu isolieren und so von der Lebensmittel- und Treibstoffversorgung abzuschneiden.

Um die Kompetenz der malischen Armee zu verbessern, wird die Europäische Union einige Hundert Militärausbilder schicken. Die deutsche Regierung will nicht nur Ausbilder, sondern auch Sanitäter und Ärzte entsenden. Nach aktuellen Plänen sollen ungefähr 330 Bundeswehrsoldaten nach Mali geschickt werden. Außer dem deutschen Personal werden auch Tankflugzeuge der Bundeswehr die französische Armee unterstützen. Die deutschen Soldaten werden aber nicht in die Kampfhandlungen eingreifen.

Die Ausbildungsmission für die Armee Malis wurde durch die EU-Außenminister beschlossen. Seit Mitte Januar sind deutsche Militärmaschinen am Transport von französischen und malischen Truppen beteiligt. Der Stützpunkt der Deutschen liegt in der senegalesischen Hauptstadt Dakar. Über die weiteren Missionen soll der Bundestag am Freitag (22.01.13) entscheiden.

Insgesamt wollen sich etwa zwanzig EU-Staaten an der Ausbildungsmission in Mali beteiligen, die zunächst für 15 Monate geplant ist. Militärexperten gehen aber davon, dass der Einsatz länger dauern wird. „Es wird eine schwierige und nicht ungefährliche Mission“, sagte der französische General Patrick de Roussiers, der den Vorsitz des EU-Militärausschusses innehat. „Aber es ist aufregend, weil dieser Einsatz helfen wird, den Frieden wieder herzustellen.“ Die EU-Ausbilder wollen darauf achten, dass die malischen Soldaten die Menschenrechte einhalten. „Es ist eine wichtige Unterstützung für den politischen Prozess in Mali“, sagte der britische Außenminister William Hague.

Nigeria: Fans geschockt von Goldie Harveys plötzlichem Tod

Goldie Harvey starb im Alter von 29

Goldie Harvey starb im Alter von 29

Die 29-Jährige nigerianische R&B-Sängerin war gerade von der Grammy-Verleihung in Los Angeles nach Nigeria zurückgekehrt. Kurz nach ihrer Ankunft auf dem Flughafen von Lagos klagte Goldie Harvey über starke Kopfschmerzen. Sie wurde sofort in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie kurz darauf unerwartet starb.

„Mit tiefer Betroffenheit geben wir den zutiefst schockierenden Tod unseres geliebten Musik-Stars Goldie Harvey bekannt“, ihre Plattenfirma „Kennis Music“ zeigte ihre Trauer in einer Pressemitteilung. Die Musikerin arbeitete gerade an ihrem neuen Werk „The Africa Invasion Album“. Goldie Harvey war nicht nur in Nigeria, sondern auf dem gesamten afrikanischen Kontinent beliebt.  

Während es zunächst keine Informationen über die Todesursache gab, sprechen erste Berichte in afrikanischen Medien jetzt von einer Hirnblutung. Bei der Grammy-Verleihung in den USA soll Goldie Harvey noch bester Laune gewesen sein und mit Rapperin Chiara gefeiert haben. Kein Zeichen wies auf eine ernsthafte Erkrankung hin.           

Goldie Harvey wurde am 23. Oktober 1983 in Nigerias ehemaliger Hauptstadt Lagos geboren, die mit über zehn Millionen Einwohnern zu den größten Städten der Welt gehört. Ihr Geburtsname ist Susan Oluwabimpe Filani, beide Eltern sind Direktoren verschiedener nigerianischer Banken. Goldie Harvey absolvierte nach der Primary School das christlich geprägte St. Johns College in Lagos. Ihre Musik-Karriere startete sie erst nach dem Abschluss als Business-Managerin an der Universität Sunderland.

In Zusammenarbeit mit dem erfolgreichen Produzent OJB Jazzreel veröffentlichte Goldie Harvey ihre Debütsingle mit dem Titel „Komole“. Nach ersten Erfolgen unterschrieb sie 2010 ihren ersten Vertrag bei einer Major-Plattenfirma, noch im selben Jahr wurde die Sängerin mit dem SoundCity Music Video Award prämiert.

Bereits ihr erstes Album wurde mit dem Gold-Status ausgezeichnet. Seit ihrer Teilnahme an der TV-Show „Big Brother Africa“ hatte Goldie Harvey eine Beziehung mit dem kenianischen Rapper Prezzo. Laut einem Bericht der kenianischen Tageszeitung Daily Nation war Prezzo am Donnerstag auf dem Weg nach Lagos, als er die traurige Nachricht erhielt. Auch für ihn kam der Tod der Musikerin vollkommen unerwartet.

Oscar Pistorius wird verdächtigt seine Freundin ermordet zu haben

Südafrika: Ermordete Oscar Pistorius seine Freundin?

War es Mord oder ein tragisches Versehen? Der südafrikanische Sprinter und Weltrekordhalter Oscar Pistorius wurde am Donnerstag von der Polizei verhaftet. Dem 26-Jährigen wird vorgeworfen, seine Freundin Reeva Steenkamp in seinem Haus erschossen zu haben. Reeva Steenkamp (30) arbeitete als Model. Am Freitag will die Staatsanwaltschaft in Pretoria Anklage gegen den Leichtathletikstar erheben. Pistorius wehrt sich gegen eine Anklage wegen Mordes: Er habe seine Freundin für einen Einbrecher gehalten und daher geschossen.

Oscar Pistorius wird verdächtigt seine Freundin ermordet zu haben

Oscar Pistorius wird verdächtigt seine Freundin ermordet zu haben

 ist seit dem vergangenen Jahr einer der bekanntesten Sportler weltweit: Der beinamputierte Südafrikaner startete mit seinen hochmodernen Prothesen als erster Läufer sowohl bei den Olympischen Spiele wie auch bei den Paralympics, wo er Gold im 400-Meter-Lauf in Rekordzeit gewann. Seitdem wird Pistorius auch „Fastes man on no legs“ genannt. Für viele behinderte Menschen auf der ganzen Welt gilt er als Hoffnungsträger.

Viele Südafrikaner können nicht glauben, dass der sympathische Leistungssportler ein Mörder  sein könnte. Noch versucht Oscar Pistorius den Tod seiner Freundin als tragisches Unglück zu erklären. Die Boulevardpresse stellte Vermutungen an, dass sich Frau Steenkamp zum Valentinstag heimlich in das Haus ihres Freundes geschlichen habe, ihn so überraschen wollte und er sie für einen Einbrecher hielt.  

Die Polizei in Pretoria teilte der südafrikanischen Tageszeitung Mail & Guardian inzwischen mit, dass bisher keine Spuren gefunden worden seien, welche die Einbruch-Theorie beweisen. Die Waffe, mit der Reeva Steenkamp getötet wurde, ist offiziell auf Pistorius zugelassen. Außerdem sei es auffällig, dass das Model mit vier Schüssen in Oberkörper und Kopf getötet wurde.

Eine Polizeisprecherin erklärte gegenüber einem südafrikanischen Fernsehsender, dass der 26-jährige Sportler schon vor diesem Vorfall, polizeilich aufgefallen ist. Die Polizei sei schon einmal wegen eines Deliktes (häusliche Gewalt) zum Haus von Pistorius gerufen worden.

In der Öffentlichkeit galten Pistorius und das schöne Model als Traumpaar. Die Blondine lebte in Johannesburg. Sie arbeitete als das erste südafrikanische Gesicht der Kampagnen des Kosmetik-Konzerns Avon. Sie legte im vergangen Jahr auch ihr Jura-Examen ab.

photo by: David Jones